Mit 4000 Menschen ungehorsam in der Grube

Die Aktion vergangenes Wochenende war die größte internationale Aktion zivilen Ungehorsams in der Geschichte der Klimagerechtigkeitsbewegung in Deutschland. 4000 Menschen haben den Tagebau Hambach besetzt und so aktiv die Kohleverstromung gestoppt.

Aus Protest gegen Kohlekraft und wegen der in Bonn stattfindenden Weltklimakonferenz dringen Aktivisten der Initiative EndeGelände in den Tagebau Hambach ein und versuchen auf einen Bagger zu gelangen. Bild: Aktivisten in der Grube vor dem Bagger

Aus Protest gegen Kohlekraft und wegen der in Bonn stattfindenden Weltklimakonferenz dringen Aktivisten der Initiative EndeGelände in den Tagebau Hambach ein und versuchen auf einen Bagger zu gelangen.

Weitere Bilder findet ihr hier.

Am Sonntagmorgen fand außerdem die sehr bewegende Zeremonie mit den Pacific Climate Warriors statt. Es war ein toller Moment der Verbindung von befreiender Spiritualität und politischem Widerstand.

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Die Pacific Climate Warriors entfalteten am Rande des Tagebaus Hambach eine gigantische Sei-Blüte. Die Sei ist eine Blume, die in vielen pazifischen Ländern hinterm Ohr getragen wird. Sie ist ein Sinnbild für die Schönheit und Widerstandskraft der pazifischen Kulturen.

Weitere Eindrücke gibt es hier.

Credits aller Bilder: Attribution-ShareAlike 2.0 Generic (CC BY-SA 2.0)

Ende Gelände dem Profit, der Ausbeutung und dem Klimawandel

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Pacific Climate Warriors; #haveyoursei

Im November wird vom 6.-7. November die nächste UN-Klimakonferenz COP23 in Bonn unter der Präsidentschaft der Fiji-Inseln stattfinden. Im Widerspruch dazu findet ein  people’s climate summit in Bonn statt und die Kampagne für den sofortigen Braunkohleausstieg “Ende Gelände” mobilisiert für Aktionen im Braunkohlegebiert. Denn – so die Losung – unser Klima wird nicht in den Konferenzsälen in Bonn, sondern 50km weiter im Braunkohlegebiet im Rheinland verhandelt, Europas größter CO2-Schleuder.

Als Befreiungstheologisches Netzwerk werden wir uns diesen Protesten anschließen und sowohl an den Aktionen von Ende Gelände teilnehmen, als bei einem Workshop zu “Interreligiösem Dialog über Klimagerechtigkeit und über Divestment” sprechen und teilnehmen.

Besonders wichtig ist, dass Vertreter_innen der Pacific Climate Warriors ebenfalls zu Ende Gelände und dem summit kommen werden. Zu Beginn der Proteste werden sie eine spirituelle Zeremonie gestalten, um ihre befreiungstheologische Praxis zu teilen und den Widerstandsgeist der Proteste zu stärken. Diese kirchlich-angebundene Organisation setzt sich aus indigenen, front line comunities zusammen und kämpft seit Jahren gegen den (neokolonialen) Klimawandel. Ihre Forderung nach Klimagerechtigkeit und dem Ende von fossilen Brennstoffen ist insbesondere an die westlichen Industrieländer gerichtet. Doch die herrschende Politik wird dies nicht freiwillig umsetzen, es ist an uns diese Forderungen auch in Deutschland und Europa in die Tat umzusetzen und einzufordern. Klimagerechtigkeit bleibt Handarbeit.

Sei dabei und kommt mit nach Köln, in Grube oder Bonn.

#endegelaende

#nevertrustacop

#haveyoursei

#prayforourpacific (video)

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Blockade der Kohlebahn durch den lila*-Finger während Ende Gelände im August 2017; flickr

Was in Hamburg sonst noch so geschah

public_il-block-demo-2Wir verlinken hier einige Artikel von Menschen aus dem Befreiungstheologischen Netzwerk und dem Institut für Theologie und Politik, die im Nachgang der G20-Proteste in Hamburg veröffentlicht wurden:

“Was in Hamburg sonst noch so geschah” von Anni und Katharina.

“God’s solution? Revolution!” von Dörte Mohme.
“Mit 80.000 gegen G20 – ein Christ erzählt” vonMichael Bönte/ Philipp Geitzhaus.

“Der Gewalt widerstehen” von der Gruppe ChristInnen gegen G20.

Befreiungstheologisches Herbsttreffen vom 6.-8.10. bei Berlin

Liebe Freund*innen der Befreiungstheologie,

wir laden euch zum BTN-Herbsttreffen in Berlin vom 6.-8. Oktober Rund ums Thema “Solidarität” ein!

Anmeldungen an: katharina.friedrich(at)web.de

Meldet euch jetzt an für eine bessere Planung von Betten und Essen!

Wir werden dort im Evangelischen Jugendfreizeitheim Alt-Buchhorst sein.

Adresse: Burgwallstraße 8a, 15537 Grünheide.

Es geht Freitag Abend um 19:00 Uhr los und endet am Sonntag gegen 12:00 Uhr.
Hier eine Vorschau auf die Wokshops, die von einigen vorbereitet werden:
Open Space zu Solidarität im Kontext von Ende Gelände, Kirchenasyl, Solidarität und Unterstützung mit Schwerpunkt Flucht und Asyl, Staatlichkeit und Ehe aus queerer Perspektive (?) und Solidarität bei Emmanuel Lévinas.

 

In den verschiedenen Kontexten, in denen wir uns privat, politisch und beruflich bewegen, stellen wir immer wieder neu die Frage, wie wir mit den, an uns herangetragenen, Themen im Hinblick auf solidarisches Miteinander, Unterstützung und Gemeinschaft umgehen.

An unserem Wochenende soll es dabei einen Bogen geben, von der Reflektion unseres Alltags und der dortigen Felder der Solidarität bis hin zu der Spannung, globale Solidarität leben zu wollen und dabei Verantwortungs- und Machtgrenzen kennen zu lernen. Wir wollen euch Freitag in euren persönlichen Kontexten abholen, uns Samstag in Workshops austauschen und uns am Sonntag Zeit für gemeinsame Planungen nehmen. Die konkreten Workshopinhalte hängen von dem ab, was wir als Gruppe mitbringen. Wir möchten diskutieren, zusammen singen, essen, uns von unseren politischen Erlebnissen und Aktionen erzählen und Andachten halten, alles in einem Raum der Achtsamkeit.

Seid dabei!

Gegen G20: diese Welt anders

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Aufruf zum “Linke Christ_innen”-Block auf der Großdemo am Samstag in Hamburg; Treffpunkt 10.30 Uhr; Saturn, Hbf.

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Auf dem Camp wird es ein Zelt für “Spiritualität, Stille und Widerstand” geben, organisiert von der Micha Initiative.

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Anklage des Tribunals “NSU-Komplex auflösen”

 

 

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“Wir übergeben unsere Forderungen der Gesellschaft der Vielen.”

“Die Gesellschaft muss Konsequenzen aus unserer Anklage ziehen. Sie kein Schlusspunkt, sondern ein Anfang. Sie gehört euch.”

Die Anklage des Tribunals kann hier heruntergeladen werden.

Antifaschistische Kirchen

Auf dem Evangelischen Kirchentag in Berlin vom 24. – 28. Mai 2017 wird es fliegende Verkäufer*innen geben, die “Antifaschistische Kirchen” T-Shirts unter die Leute bringen. Der Gewinn wird an Asyl in der Kirche Berlin gespendet!

Wenn ihr wissen wollt wo unsere Stände rumfliegen haltet die Augen  offen oder schaut auf Twitter unter #afak nach…

Wer mit dem Motiv selber kreativ werden möchte und z.B. weiter Abwandlungen davon erstellen will, ist herzlich eingeladen. Hier gibts die Grafik als .png und .svg

Tiefer gehen: 3. Klimapilgern des BTN Nürnberg

public-pilgern‘Geht doch!‘ Unter diesem Motto waren im Herbst 2015 hunderte Christinnen und Christen unterwegs in Richtung Paris, um ihre Forderungen nach einem Umsteuern in der Klimapolitik auf die Straße und zu den Verantwortlichen bei der UN-Klimakonferenz zu tragen. Zugleich wurde am Weg auf Orte aufmerksam gemacht, an denen bereits jetzt Alternativen zu einer ‚zukunftsverbrauchenden‘ Lebensweise praktiziert werden. Und es war auch ein spiritueller Weg, der nach unserem Verhältnis zur Schöpfung fragt und nach Formen sucht, einen neuen Lebensstil einzuüben.

Die Nürnberger Pilgergruppe fand das Konzept so überzeugend, dass sie (nach 2015 und 2016) 2017 erneut einen Pilgerweg für Klimagerechtigkeit begeht, diesmal für vier Tage in südliche Richtung von Schwabach übers Altmühltal nach Eichstätt. Es gilt ja tiefer zu gehen, gerade was die Umsetzung der in Paris anvisierten klimapolitischen Ziele angeht. Weiterlesen

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