Herbsttreffen “scheiß kapitalismus”

Unser btn-Herbsttreffen “scheiß kapitalismus” wird dieses Jahr digital
stattfinden, und zwar am 03.10.20 von 10:00-14:00. Für den 04.10. (oder
3.10. nachmittags, was euch besser passt) bereiten wir eine als
Vorbereitungstreffen eine ca. 1h-Andacht vor, die ihr in euren Orts-
oder Regionalgruppen halten könnt oder Zuhause. Denn wo zwei oder
drei…

Programm am 04.10.:

10:00-11:00 interaktive Bibelarbeit
11:00-12:00 Pause
12:00-14:00 Workshop mit Freund*innen von Verdi&DGB zu Kirche und
Gewerkschaft

Wenn ihr teilnehmen wollt, schreibt uns doch an:

Achso, wir haben uns für zoom entschieden bei aller Problematik…

Habt’s gut!
Eurer VB-Team

Einladung zum befreiungstheologischen Lese- und Aktionskreis in Tübingen

Wir wollen in Tübingen wieder einen befreiungstheologischen Lese- und Aktionskreis starten.

Wir wollen gemeinsam Texte (z.B. aus postkolonialen, feministischen, ökologisch sensiblen oder rassismuskritischen Theorien und Theologien) lesen und darüber ins Gespräch kommen.

Wir wollen außerdem Wege suchen, wie wir uns politisch engagieren können. Wir wollen eine ökumenische Gruppe sein, die für Theologiestudierende und alle theologisch Interessierten offen ist.

Wenn Du Lust hast mitzumachen oder einfach mal vorbei schauen willst, kannst du jeder Zeit, auch unter dem Semester, dich unter dem Kontakt franziska.soell [at] student.uni-tuebingen.de melden. Du bekommst dann Infos, wo, wann und in welcher Form gerade unsere Treffen stattfinden können.

Nicht in unserem Namen! Runter mit dem Kreuz!

Bildquelle: africavenir.org

Entsetzt beobachteten wir, wie vor einigen Wochen dem revisionistischen Humboldtforum im Berliner Stadtschloss das goldene Kreuz mit der unsäglichen Inschrift (“…dass im Namen Jesu sich beugen sollen aller derer Knie, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind”) aufgesetzt wurde. Mit wachsender Fassungslosigkeit nehmen wir seither zur Kenntnis, wie von kirchlicher Seite keinerlei Einspruch wahrnehmbar ist. Im Gegenteil: weiß-deutsche Kirchenvertreter*innen und Professor*innen (wie Christoph Markschies) deuten diesen Inbegriff christlicher Herrschaft als ein ermutigendes Symbol für Erniedrigte und Ausgegrenzte. Mit welchem Recht?

An weißer Theologie klebt Blut. Weiße Kirchen tragen Mitschuld an den Menschheitsverbrechen des Kolonialismus, der bis heute in Form einer rassistischen Weltordnung fortwirkt. Kolonialverbrecher*innen und Sklavenhändler*innen segelten, quälten und mordeten unter dem Segen der weißen Kirchen. Finanziert wurde das ganze koloniale Projekt von Anfang an durch Enteignung von Jüd*innen. Die Frohe Botschaft wurde als Waffe gegen kolonisierte und versklavte Menschen eingesetzt, pervertiert zu einem Werkzeug ihrer Unterdrückung und Ausbeutung statt der Befreiung. Weiße Vorherrschaft und christliche Vorherrschaft gingen und gehen weltweit Hand in Hand. Das triumphale Kreuz über Museumshallen und Archiven, gefüllt mit kolonialer Raubkunst aus aller Welt, ist dabei lediglich die (vergoldete) Spitze des Eisberges.

Was für eine Beleidigung für die heiligen Namen der Ewigen, die das Volk Israel aus der Sklaverei führte! Was für eine Verachtung gegenüber Jesus, der an einem ganz und gar nicht goldenen Kreuz gelyncht wurde!

Die Idee einer bedingungslosen Vergebung, die ohne wirkliche Umkehr und ohne die sichtbare Bemühung um Reparationen und Heilung möglich sein soll, ist Täter-Theologie. Es ist überfällig, dass wir weiß dominierten Kirchen uns an eine Aufarbeitung der eigenen kolonialen Verstrickungen und der zerstörerischen Wirkung machen, die bis heute toxischen Einfluss auf Körper, Theologien, Spiritualität, Macht- und Herrschaftsstrukturen haben.

Es ist überfällig, dass wir ernst machen mit Konsequenzen, die das für uns weiße, westeuropäische Christ*innen haben muss. Die Deutungshoheit darüber, was ermutigt und befreit, liegt niemals bei den Privilegierten. Das Sagen über postkoloniale Besitzverhältnisse sollen die Nachkommen derer haben, die die Kunstschätze schufen und mit ihnen lebten. Von ihnen kommt vielfach die Forderung nach Provenienzforschung und Restitution.

Wir erwarten, dass unsere Kirchen durch die Öffnung der Archive der „Missionsmuseen“ und die Rückgabe des Raubguts, in dieser laufenden gesellschaftlichen Debatte Position beziehen und vorbildhaft vorangehen. Wir erwarten rassismuskritische, theologische Bildung für Gemeinden. Es braucht Ressourcen um Gemeinden und Kirchenstrukturen auf den Weg restorativer Gerechtigkeit zu begleiten. Die Überfinanzierung weißer Theologie und Spiritualität muss ein Ende haben.

Das Kreuz vom Humboldtforum wieder herunter zu holen, kann also nur der erste Schritt sein. Synoden, Amt- und Würdenträger*innen in den Kirchen – euer weißes Schweigen ist so giftig laut, dass wir es kaum aushalten!

Befreiungstheologisches Netzwerktreffen // 14.-17. Februar 2020

tl:dr		to long : didn't read
Start:		Freitag, 14.2.2020 um 17 Uhr
Ende:		Montag, 17.2.2020 um 12 Uhr
Ort: 		Haus Windrad in Würzburg
Kosten:		Werden solidarisch geteilt

Was ist das Netzwerktreffen?

Das Netzwerktreffen ist ein Ort der Begegnung und des Austauschs von Menschen mit und ohne Theologiestudium über spirituelle und politische Praxis.

Es gibt Andachten, Workshops, Open Space und veganes Essen.
Den konkreten Programmablauf legen wir gemeinsam zu Beginn des Wochenendes fest.

Wir freuen uns, wenn Ihr kommt und Eure Gedanken und Ideen mitbringt.
Es gibt noch Bedarf an Workshops, Texten für die Andachten oder Material und Ideen für Kinderprogramm.

Anmeldung bis 07.02.2020 per Mail an:


bitte schreibt rein:

  • von wann bis wann kommen wieviele große und kleine Menschen (für die Essensplanung)?
  • Allergien/Lebensmittelunverträglichkeiten?
  • Wollt ihr einen Workshop o.ä. anbieten? Braucht ihr Material dafür?

Leitet die Einladung gerne an Interessierte weiter oder druckt das Plakat aus und verbreitet es.

Anfahrt mit den Öffis bis zur Haltestelle “Madrider Ring” oder mit dem PKW (Berner Str. 31 in 97084 Würzburg)

Hier könnt ihr mehr über das Netzwerktreffen als Methode erfahren.

Wir freuen uns sehr auf euch!!!
Das Vorbereitungsteam

Befreiungstheologisches Netzwerktreffen // 27.-30. September 2019

Liebe Compañer@s, Geschwister, Freund*innen und Interessierte,

das Herbsttreffen des Befreiungstheologischen Netzwerkes nähert sich langsam und wir freuen uns, wenn ihr dabei seid! Diesmal unter dem Titel: REVOLUTION!

Wichtiges in Kürze:

* 27.-30.09.19 (Start: Freitag 18 Uhr mit Abendessen; Ende: Montag gegen 13 Uhr mit Mittagessen)

* in Lippstadt (Ostwestfalen); genaue Adresse bekommt ihr inkl. Packliste nach der Anmeldung, ist aber fußläufig vom Bahnhof

* Anmeldung bitte möglichst bald per Mail an “btntreffen [at] riseup.net” mit folgenden Infos:

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NATIONALISMUS raus aus den Kirchen! – Redebeitrag

NATIONALISMUS raus aus den Kirchen!

Wir sind Teil des befreiungstheologischen Netzwerks/Ortsgruppe Berlin. Uns ist die antifaschistische Arbeit auf allen Ebenen und in allen Institutionen wichtig – auch in der Kirche. 2019 sind nicht nur Landtags- und Europawahlen, sondern in vielen Regionen werden auch die Leitungsgremien der Kirchengemeinden neu gewählt.

Einige dieser Leitungsgremien sind bereits arbeitsunfähig oder extrem rechts aufgestellt. Wir danken allen Antifaschist*innen in den Gemeinden, die alles notwendige tun, um den Zugang zu Geld, zu Räumlichkeiten, zur Jugendarbeit und symbolischer Macht für die extreme Rechte blockieren und dadurch Freiräume ermöglichen.

Es ist uns ist klar, dass die Kirchen seit Jahrhunderten auch Sexismus, Rassismus und Antisemitismus religiös legitimieren. Die Brücken zwischen extremer Rechter und christlicher Kirche haben lange Tradition.
Es ist einfach Zeit, sie zu sprengen.

Für uns als linksradikale Christinnen ist gelebter Glaube Widerstand gegen diese Zustände! Jenseits von Religionszugehörigkeit arbeiten wir alle – auch hier in Riesa – an einer herrschaftsfreien, solidarischen Gesellschaft der Vielen.

Auf dass die Hügel Gerechtigkeit tragen und die Berge Frieden. Auf dass die Mächtigen vom Thron gestoßen werden und die Erniedrigten sich erheben. Die Kraft unserer Gottheit ist in den Schwachen mächtig und nicht in der völkischen Kackscheiße der AfD!

[Redebeitrag bei der Demo gegen den Bundesparteitag der AfD in Riesa am 12.01.2019.]

Ökumenisches politisches Gebet bei Ende Gelände: Ein spirituelles Aktionstraining

Auf dem Ende Gelände Camp fand am Freitagabend nach den Fingerplena spontan um 18:00 Uhr im Handyzelt das von uns geplante ökumenische, politische Gebet statt.

Die ebenso spontane Ansage über den Lauti: “Wen die Verbindung von radikalem politischen Aktivismus und Theologie interessiert: Im Handyzelt findet jetzt eine politische Andacht statt. Das Ganze wird organisiert vom Netzwerk für antifaschistische Kirchen.”

Die wichtige Nachricht für die meisten: Es gibt eine Handyaufladestation!

Mit ca. 13 Leuten vom Befreiungstheologischen Netzwerk, vom Lesekreis Marburg, aus Freiburg, Kassel, Montpellier und Berlin, konnten wir innehalten und vor der geplanten Aktion am Samstag still werden.

Vieles war in uns präsent: Die Tage der Anreise mit den entsprechenden Schwierigkeiten, die Unsicherheit, ob es ein legales Camp für Ende Gelände geben würde, die Nachrichten von verschiedenen Besetzungen, die Repressionen gegen den Ende-Gelände-Sonderzug von Prag über Berlin nach Düren.

Wir hatten Zeit um auszuruhen, ruhig zu werden und um uns gemeinsam auf den Sinn und die Durchführung der bevorstehenden Demonstration und Blockade zu konzentrieren.

Psalm 10 schrie zu Gott: “Zerbrich den Arm der Gewalttätigen und der Bösen. Forsche nach ihren Gewalttaten, bis man nichts mehr davon findet.” (Ps 10,15)

Ausschnitte aus einem Interview mit den Pacific Climate Warriors zeigten uns, dass Resignation ein Luxusgut für die ist, die den steigenden Wasserspiegel nicht vor der Nase haben und wie ein internationaler pazifistischer Widerstand aussehen kann. Sie erinnerten uns an die wichtige Rolle von Spiritualität und Religion im Kampf für eine klimagerechte Welt. An ein Herz, was gemeinsam stärker ist, was bei Gott frei und laut Stimme erheben kann, ohne dass Druck von außen ausgeübt wird.

 

Du Ewige, segne unsere mutigen Schritte gestern, heute und morgen.

 

Interview und Psalm

Liedzettel

Ecumenical Gathering and Prayer bei Ende Gelände Rheinland 2018

Ort wird noch bekannt gegeben. Place is yet to be announced.

BTN-Treffen 19.-22. Oktober 2018 @ Altes Pfarrhaus

Start: Freitag, 19. Oktober, 16 Uhr

Ende: Montag, 22. Oktober, 12 Uhr

Ort: Altes Pfarrhaus Klöden (https://altes-pfarrhaus-kloeden.de/)

Anmeldungen bis zum 12. Oktober 2018 an BTNTreffen(at)riseup.net

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BTN-Treffen 09.-12. Februar 2018 @ Kalkweil

Flyer als .pngStart: Freitag, 9.2.2018 um 16 Uhr

Ende: Montag, 12.2.2018 um 12 Uhr

Ort: Haus Kalkweil bei Rottenburg/Tübingen (www.kalkweil.de)

Anreise: Die Haltestelle “Kalkweil” ist direkt vor der Haustür (es ist Fasnet, kann also zu Fahrplanänderungen kommen)

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Das Netzwerktreffen ist ein Ort der Begegnung, des Austauschs, des Voneinander-Lernens und des Miteinander-Feierns von Menschen, die sich für emanzipatorische The*logie(n), Politik und Praxis interessieren. Einiges an Programm steht schon: Weiterlesen

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