Autor: Ka

Ökumenisches politisches Gebet bei Ende Gelände: Ein spirituelles Aktionstraining

Auf dem Ende Gelände Camp fand am Freitagabend nach den Fingerplena spontan um 18:00 Uhr im Handyzelt das von uns geplante ökumenische, politische Gebet statt.

Die ebenso spontane Ansage über den Lauti: “Wen die Verbindung von radikalem politischen Aktivismus und Theologie interessiert: Im Handyzelt findet jetzt eine politische Andacht statt. Das Ganze wird organisiert vom Netzwerk für antifaschistische Kirchen.”

Die wichtige Nachricht für die meisten: Es gibt eine Handyaufladestation!

Mit ca. 13 Leuten vom Befreiungstheologischen Netzwerk, vom Lesekreis Marburg, aus Freiburg, Kassel, Montpellier und Berlin, konnten wir innehalten und vor der geplanten Aktion am Samstag still werden.

Vieles war in uns präsent: Die Tage der Anreise mit den entsprechenden Schwierigkeiten, die Unsicherheit, ob es ein legales Camp für Ende Gelände geben würde, die Nachrichten von verschiedenen Besetzungen, die Repressionen gegen den Ende-Gelände-Sonderzug von Prag über Berlin nach Düren.

Wir hatten Zeit um auszuruhen, ruhig zu werden und um uns gemeinsam auf den Sinn und die Durchführung der bevorstehenden Demonstration und Blockade zu konzentrieren.

Psalm 10 schrie zu Gott: “Zerbrich den Arm der Gewalttätigen und der Bösen. Forsche nach ihren Gewalttaten, bis man nichts mehr davon findet.” (Ps 10,15)

Ausschnitte aus einem Interview mit den Pacific Climate Warriors zeigten uns, dass Resignation ein Luxusgut für die ist, die den steigenden Wasserspiegel nicht vor der Nase haben und wie ein internationaler pazifistischer Widerstand aussehen kann. Sie erinnerten uns an die wichtige Rolle von Spiritualität und Religion im Kampf für eine klimagerechte Welt. An ein Herz, was gemeinsam stärker ist, was bei Gott frei und laut Stimme erheben kann, ohne dass Druck von außen ausgeübt wird.

 

Du Ewige, segne unsere mutigen Schritte gestern, heute und morgen.

 

Interview und Psalm

Liedzettel

Ecumenical Gathering and Prayer bei Ende Gelände Rheinland 2018

Ort wird noch bekannt gegeben. Place is yet to be announced.

Befreiungstheologisches Herbsttreffen vom 6.-8.10. bei Berlin

Liebe Freund*innen der Befreiungstheologie,

wir laden euch zum BTN-Herbsttreffen in Berlin vom 6.-8. Oktober Rund ums Thema “Solidarität” ein!

Anmeldungen an: katharina.friedrich(at)web.de

Meldet euch jetzt an für eine bessere Planung von Betten und Essen!

Wir werden dort im Evangelischen Jugendfreizeitheim Alt-Buchhorst sein.

Adresse: Burgwallstraße 8a, 15537 Grünheide.

Es geht Freitag Abend um 19:00 Uhr los und endet am Sonntag gegen 12:00 Uhr.
Hier eine Vorschau auf die Wokshops, die von einigen vorbereitet werden:
Open Space zu Solidarität im Kontext von Ende Gelände, Kirchenasyl, Solidarität und Unterstützung mit Schwerpunkt Flucht und Asyl, Staatlichkeit und Ehe aus queerer Perspektive (?) und Solidarität bei Emmanuel Lévinas.

 

In den verschiedenen Kontexten, in denen wir uns privat, politisch und beruflich bewegen, stellen wir immer wieder neu die Frage, wie wir mit den, an uns herangetragenen, Themen im Hinblick auf solidarisches Miteinander, Unterstützung und Gemeinschaft umgehen.

An unserem Wochenende soll es dabei einen Bogen geben, von der Reflektion unseres Alltags und der dortigen Felder der Solidarität bis hin zu der Spannung, globale Solidarität leben zu wollen und dabei Verantwortungs- und Machtgrenzen kennen zu lernen. Wir wollen euch Freitag in euren persönlichen Kontexten abholen, uns Samstag in Workshops austauschen und uns am Sonntag Zeit für gemeinsame Planungen nehmen. Die konkreten Workshopinhalte hängen von dem ab, was wir als Gruppe mitbringen. Wir möchten diskutieren, zusammen singen, essen, uns von unseren politischen Erlebnissen und Aktionen erzählen und Andachten halten, alles in einem Raum der Achtsamkeit.

Seid dabei!

Bericht vom Frühjahrstreffen in Nürnberg 24.-27. Februar 2017

Ein Bericht für alle Menschen, die leider nicht teilnehmen konnten oder die Arbeit gerne mitverfolgen möchten.

In einer Gruppe von ungefähr 35 großen und kleinen Menschen aus verschiedenen Städten Deutschlands hat uns die ESG Nürnberg und die Jugendkirche LUX in Nürnberg für ein Wochenende beherbergt. Mit vielen alt bekannten und genau so vielen neuen Gesichtern stand das Frühjahrstreffen unter dem Motto “Hoffnungslosigkeit ist ein Luxusgut der Reichen”.

Nebst leckerster Verpflegung und gemütlichen Abendrunden im Sitzsack mit Wein oder alternativ Tanz zu Sookee und Grease, ist auch inhaltlich einiges passiert. Weiterlesen