Autor: B26 (Seite 1 von 3)

Befreiungstheologisches Netzwerktreffen // 27.-30. September 2019

Liebe Compañer@s, Geschwister, Freund*innen und Interessierte,

das Herbsttreffen des Befreiungstheologischen Netzwerkes nähert sich langsam und wir freuen uns, wenn ihr dabei seid! Diesmal unter dem Titel: REVOLUTION!

Wichtiges in Kürze:

* 27.-30.09.19 (Start: Freitag 18 Uhr mit Abendessen; Ende: Montag gegen 13 Uhr mit Mittagessen)

* in Lippstadt (Ostwestfalen); genaue Adresse bekommt ihr inkl. Packliste nach der Anmeldung, ist aber fußläufig vom Bahnhof

* Anmeldung bitte möglichst bald per Mail an “btntreffen [at] riseup.net” mit folgenden Infos:

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NATIONALISMUS raus aus den Kirchen! – Redebeitrag

NATIONALISMUS raus aus den Kirchen!

Wir sind Teil des befreiungstheologischen Netzwerks/Ortsgruppe Berlin. Uns ist die antifaschistische Arbeit auf allen Ebenen und in allen Institutionen wichtig – auch in der Kirche. 2019 sind nicht nur Landtags- und Europawahlen, sondern in vielen Regionen werden auch die Leitungsgremien der Kirchengemeinden neu gewählt.

Einige dieser Leitungsgremien sind bereits arbeitsunfähig oder extrem rechts aufgestellt. Wir danken allen Antifaschist*innen in den Gemeinden, die alles notwendige tun, um den Zugang zu Geld, zu Räumlichkeiten, zur Jugendarbeit und symbolischer Macht für die extreme Rechte blockieren und dadurch Freiräume ermöglichen.

Es ist uns ist klar, dass die Kirchen seit Jahrhunderten auch Sexismus, Rassismus und Antisemitismus religiös legitimieren. Die Brücken zwischen extremer Rechter und christlicher Kirche haben lange Tradition.
Es ist einfach Zeit, sie zu sprengen.

Für uns als linksradikale Christinnen ist gelebter Glaube Widerstand gegen diese Zustände! Jenseits von Religionszugehörigkeit arbeiten wir alle – auch hier in Riesa – an einer herrschaftsfreien, solidarischen Gesellschaft der Vielen.

Auf dass die Hügel Gerechtigkeit tragen und die Berge Frieden. Auf dass die Mächtigen vom Thron gestoßen werden und die Erniedrigten sich erheben. Die Kraft unserer Gottheit ist in den Schwachen mächtig und nicht in der völkischen Kackscheiße der AfD!

[Redebeitrag bei der Demo gegen den Bundesparteitag der AfD in Riesa am 12.01.2019.]

Mit 4000 Menschen ungehorsam in der Grube

Die Aktion vergangenes Wochenende war die größte internationale Aktion zivilen Ungehorsams in der Geschichte der Klimagerechtigkeitsbewegung in Deutschland. 4000 Menschen haben den Tagebau Hambach besetzt und so aktiv die Kohleverstromung gestoppt.

Aus Protest gegen Kohlekraft und wegen der in Bonn stattfindenden Weltklimakonferenz dringen Aktivisten der Initiative EndeGelände in den Tagebau Hambach ein und versuchen auf einen Bagger zu gelangen. Bild: Aktivisten in der Grube vor dem Bagger

Aus Protest gegen Kohlekraft und wegen der in Bonn stattfindenden Weltklimakonferenz dringen Aktivisten der Initiative EndeGelände in den Tagebau Hambach ein und versuchen auf einen Bagger zu gelangen.

Weitere Bilder findet ihr hier.

Am Sonntagmorgen fand außerdem die sehr bewegende Zeremonie mit den Pacific Climate Warriors statt. Es war ein toller Moment der Verbindung von befreiender Spiritualität und politischem Widerstand.

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Die Pacific Climate Warriors entfalteten am Rande des Tagebaus Hambach eine gigantische Sei-Blüte. Die Sei ist eine Blume, die in vielen pazifischen Ländern hinterm Ohr getragen wird. Sie ist ein Sinnbild für die Schönheit und Widerstandskraft der pazifischen Kulturen.

Weitere Eindrücke gibt es hier.

Credits aller Bilder: Attribution-ShareAlike 2.0 Generic (CC BY-SA 2.0)

Ende Gelände dem Profit, der Ausbeutung und dem Klimawandel

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Pacific Climate Warriors; #haveyoursei

Im November wird vom 6.-7. November die nächste UN-Klimakonferenz COP23 in Bonn unter der Präsidentschaft der Fiji-Inseln stattfinden. Im Widerspruch dazu findet ein  people’s climate summit in Bonn statt und die Kampagne für den sofortigen Braunkohleausstieg “Ende Gelände” mobilisiert für Aktionen im Braunkohlegebiert. Denn – so die Losung – unser Klima wird nicht in den Konferenzsälen in Bonn, sondern 50km weiter im Braunkohlegebiet im Rheinland verhandelt, Europas größter CO2-Schleuder.

Als Befreiungstheologisches Netzwerk werden wir uns diesen Protesten anschließen und sowohl an den Aktionen von Ende Gelände teilnehmen, als bei einem Workshop zu “Interreligiösem Dialog über Klimagerechtigkeit und über Divestment” sprechen und teilnehmen.

Besonders wichtig ist, dass Vertreter_innen der Pacific Climate Warriors ebenfalls zu Ende Gelände und dem summit kommen werden. Zu Beginn der Proteste werden sie eine spirituelle Zeremonie gestalten, um ihre befreiungstheologische Praxis zu teilen und den Widerstandsgeist der Proteste zu stärken. Diese kirchlich-angebundene Organisation setzt sich aus indigenen, front line comunities zusammen und kämpft seit Jahren gegen den (neokolonialen) Klimawandel. Ihre Forderung nach Klimagerechtigkeit und dem Ende von fossilen Brennstoffen ist insbesondere an die westlichen Industrieländer gerichtet. Doch die herrschende Politik wird dies nicht freiwillig umsetzen, es ist an uns diese Forderungen auch in Deutschland und Europa in die Tat umzusetzen und einzufordern. Klimagerechtigkeit bleibt Handarbeit.

Sei dabei und kommt mit nach Köln, in Grube oder Bonn.

#endegelaende

#nevertrustacop

#haveyoursei

#prayforourpacific (video)

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Blockade der Kohlebahn durch den lila*-Finger während Ende Gelände im August 2017; flickr

Was in Hamburg sonst noch so geschah

public_il-block-demo-2Wir verlinken hier einige Artikel von Menschen aus dem Befreiungstheologischen Netzwerk und dem Institut für Theologie und Politik, die im Nachgang der G20-Proteste in Hamburg veröffentlicht wurden:

Und was in Hamburg sonst noch so geschah von Anni Fuchs und Katharina Friedrich.

“God’s solution? Revolution!” von Dörte Mohme.
“Mit 80.000 gegen G20 – ein Christ erzählt” vonMichael Bönte/ Philipp Geitzhaus.

“Der Gewalt widerstehen” von der Gruppe ChristInnen gegen G20.

Gegen G20: diese Welt anders

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Aufruf zum “Linke Christ_innen”-Block auf der Großdemo am Samstag in Hamburg; Treffpunkt 10.30 Uhr; Saturn, Hbf.

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Auf dem Camp wird es ein Zelt für “Spiritualität, Stille und Widerstand” geben, organisiert von der Micha Initiative.

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Anklage des Tribunals “NSU-Komplex auflösen”

 

 

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“Wir übergeben unsere Forderungen der Gesellschaft der Vielen.”

“Die Gesellschaft muss Konsequenzen aus unserer Anklage ziehen. Sie kein Schlusspunkt, sondern ein Anfang. Sie gehört euch.”

Die Anklage des Tribunals kann hier heruntergeladen werden.

Where were you on June 9, 2004?

Die Spots sind Interviews mit Betroffenen der rassistischen Mord- und Anschlagsserie des NSU. Sie sind in entstanden im Rahmen der Kampagne „Wir klagen an“ des NSU-Tribunals. Dieses findet vom 17.-21. Mai 2017 in Köln statt.

Alle Videos auf Deutsch, Englisch und Türkisch: http://tribunal-spots.net

 

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