Autor: Julia L. (Seite 1 von 2)

Samstag, 28.3.15: An der Grenze tut sich was

Bei allem Pessimismus, der zwischen den vorigen Zeilen dem einen oder der anderen vielleicht durchscheinen mag; es gibt sehr wohl konkrete Anliegen und Aktionen auf dem WSF, die beeindruckend und überzeugend waren.

Namentlich die Workshops zum Migrationsdiskurs und zum europäischen Grenzregime waren beeindruckend und bereichernd. Weiterlesen

Muslimische Befreiungstheologie im Kontext Tunesiens

Kacem Gharbi hat eine bewegte Lebensgeschichte und begeistert uns bereits bei unserem ersten Treffen in einem Café in der Medina. Mathilde von Baraka kennt ihn bereits seit dem letzten WSF und sie sind seitdem freundschaftlich eng verbunden. Er ist mit Sicherheit einer der profiliertesten muslimischen Befreiungsthologen Tunesiens, schreibt derzeit parallel an zwei Dissertationen und forscht dabei unter anderem zur Theologie des argentinischen Befreiungstheologen Enrique Dussel. Weiterlesen

Tunis, Freitag 27.3.15: Befreiungstheologie als Streichelzoo

Eine umtriebige Veranstalterin innerhalb des Sozialforums ist das WFTL, das Weltforum Theologie und Befreiung. Wir stehen in engem Austausch und unter seinem Dach findet unser Workshop über Migration und Bewegungsfreiheit statt. Weiterlesen

Tunis, Mittwoch, 25.3.15: Im Supermarkt der sozialen Bewegungen

Das Weltsozialforum findet seit 2001 mittlerweile zum 12. Mal statt. Zu den Hochzeiten der globalisierungskritischen Bewegung wurde es als Gegenveranstaltung zu den hegemonialen Großgipfeln der G8 oder in Davos ins Leben gerufen. Bei unseren Streifzügen über das Forum stellt sich nicht nur einmal die Frage, ob das Konzept ‘Weltsozialforum’ noch tragfähig ist, Weiterlesen

Tunis, Mo, 23.3.15 „Die Völker der Welt gegen den Terrorismus!“

So hieß das Motto der Auftaktkundgebung des WSF, bei dem mehrere tausend Menschen am 24.3. im strömenden Regen teilnahmen. Weiterlesen

Tunis, Fr, 20.3.15: Über Politik wird nicht geredet, reden wir über Politik

„Um eine/n Fremde/n anzusprechen, sagt man auf arabisch ‘Schwester’ / ‘Bruder’, auf deutsch entschuldigt man sich“, stellt Nada im Flugzeug fest. Die Plauderei mit der Sitznachbarin fängt bei süffisanten Beobachtungen über unsere Sprachen an. Sie hält fest, dass in Tunesien nicht über Politik geredet wird, danach reden wir über Politik: Weiterlesen

Weltsozialforum Tunis

Für das befreiungstheologische Netzwerk und das ITP Münster sind Julia, Benedikt, Manuel und André in Tunis, wo vom 24. bis 28. März das Weltsozialforum stattfindet. Aus der Auswahl von hunderten Konferenzen und Workshops werden wir eine bescheidene Auswahl besuchen und versuchen, die Stimmung in Tunis und beim WSF ein wenig einzufangen.

“Befreiungstheologie: Kritik des Christentums oder Kritik am Kapitalismus?”

Studientag in der Reihe “Theologie in Bewegung denken” am Freitag, 16.1.15, 16-21 Uhr im Institut für Theologie und Politik, Friedrich-Ebert-Str.7 (im Hinterhof!), 48153 Münster

Bei diesem Studientag wollen wir anhand von kurzen Inputs/Referaten von Martin Ostermann gemeinsam darüber ins Gespräch kommen, welche unterschiedlichen Zugänge zur Politischen Theologie es gibt, diese historisch kontextualisieren und darüber nachdenken, in welchem Verhältnis dabei Kritik am Christentum und Kritik am Kapitalismus stehen. Weiterlesen

Märtyrer, verarmte Jugendliche und Papst Franziskus: Gespräch mit Weihbischof Chávez aus San Salvador

Er gilt als Friedensbotschafter auch über die Landesgrenzen hinaus, als ein Vertreter der Befreiungstheologie, als Anwalt verarmter Jugendlicher und als Verhandlungskünstler in scheinbar ausweglosen Situationen.
Wir freuen uns, Weihbischof Gregorio Rosa Chávez in Münster zu Gast zu haben. Er ist ein enger Mitarbeiter Oscar Romeros (1980 ermordet, Seligsprechung 2015) gewesen und in dessen Erzdiözese heute Weihbischof. Wir wollen ihn neben seinen Berichten über seine Arbeit an der Seite junger Menschen, zur Situation der Kirche in San Salvador befragen. Genau 25 Jahre ist es her, dass in San Salvador sechs Jesuiten und deren Mitarbeiterinnen von der Armee ermordet wurden. Unter ihnen war auch der große Befreiungstheologe Ignacio Ellacuría SJ, der bis heute die Theologie Lateinamerikas und darüber hinaus sehr beeinflusst hat. Was sind Mons. Chávez Erinnerungen an Ellacuría, wie hat er die vergangenen 25 Jahre erlebt, was sind für ihn die Aufbrüche heute in der Kirche durch Papst Franziskus und was für Impulse kann er uns für die Kirche in Deutschland mitgeben?

Freitag, 05.12.2014 um 19:30 Uhr
in der Aula der KSHG
Frauenstraße 3 – 6
48143 Münster

Moderation: Pilar Puertas (ITP) und Benedikt Kern (Befreiungstheologisches Netzwerk Münster)

KooperationspartnerInnen: Adveniat, Institut für Theologie und Politik Münster,  KSHG Münster

Biji Rojava – Es lebe Rojava! Über den Kampf der Kurd_innen in Syrien

Seit fast drei Wochen berichten die Medien von den Kämpfen zwischen Kurden und den Terroristen des Islamischen Staates (IS) um die Stadt Kobane im Norden Syriens. Kobane gehört zu den Regionen im Norden Syriens, in denen die überwiegend kurdische Bevölkerung Selbstverwaltungsstrukturen schaffen konnten: Rojava. An deren Erhalt haben offenbar weder die Türkei noch die USA ein Interesse. Während die kurdische Regionalregierung im Nord-Irak inzwischen auch von Deutschland mit Waffen beliefert wird, müssen in Kobane die Kurd_innen mit Maschinengewehren gegen die US-Panzer kämpfen, die der IS von der irakischen Armee erbeutet hat.

Martin Glasenapp, der für die Hilfsorganisation medico international bis vor kurzem in Kobane war, berichtet auf der Informationsveranstaltung
am 13.10. ab 19.30 Uhr im Hörsaal S 8 im Schloss (Universität)

Eine Veranstaltung von: Interventionistische Linke Münster, Institut für Theologie und Politik, Befreiungstheologisches Netzwerk Münster, attac Münster

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