Das säkularisierte System hat sich in ein System der Idolatrie verwandelt“

“Das kapitalistische und das kommunistische System sind in dieser Zeit der Säkularisierung groß geworden und haben in gewisser Weise eine neue Religion geschaffen. Religion nicht im klassischen Sinn, aber mit einigen „klassischen“ Elementen die übernommen werden: heilige Orte und Räume oder die Opferlogik. (…) So drückt sich ein Kultus nicht gegenüber dem G*tt der Barmherzigkeit und des Lebens aus, sondern gegenüber der Effizienz in und des Marktes. (…) Deswegen bin ich der Meinung, dass The*logie einen Beitrag leisten kann, den die Soziologie nicht erbringen kann.”

Das vollständige Interview mit dem brasilianischen Befreiungstheologen Jung Mo Sung befindet sich in der Rubrik “losgehen”. Es geht um die Opferideologie des neoliberalen Kapitalismus, die vermeintlich “nicht-religiöse” Säkularisierung, eine transzendentale Illusion sowie um Hoffnungen und Erlebnisse, die Jung Mo Sung als Theologen geprägt haben. (weiterlesen)