Eine postkoloniale Sicht auf die Bibel und Australien verspricht der Untertitel des Buches und ausserdem findet sich in dieser Aufsatzsammlung noch einiges über Marxismus, Poststrukturalismus und mehrere Einblicke in die hermeneutische Praxis des Autors. Ein Artikel, der dies besonders anschaulich macht ist der über grüne Ameisen, die Gibeoniter, B.Wongar und Josua indem Boer ausgehend von dem Unterschied zwischen Essentialismus und Nominalismus nacheinander einen postkolonialen Autor, der zwischen Serbien und den Aboriginies seine hybride Heimat hat und die Bibel, namentlich Josua 9 ins Gespräch bringt. Besonders die Auseinandersetzung mit Identitätsfestschreibungen und Essentialismen ist bestechend.