Vom 5.-11.Februar 2011 findet in Dakar / Senegal das vierte World Forum for Theology and Liberation statt – in räumlicher und inhaltlicher Verbindung zum Weltsozialforum, das parallel stattfindet.
Zum ersten Mal wurde 2005 diese Veranstaltung im Zusammenhang des Weltsozialforums in Porto Alegre / Brasilien durchgeführt, um die Impulse dieser neuen Form globaler Bewegung aufzunehmen und nach gemeinsamen Herausforderungen für kontextuelle und befreiende Theologien zu fragen. Die Zukunft der Befreiungstheologie, die sich in vielen unterschiedlichen Kontexten ausdifferenziert und weiterentwickelt hat bzw. weiter getrieben wurde, erweist sich daran, in welchem Maß sie Perspektiven eröffnet im Umgang mit neuen globalen Formen der Ausgrenzung und Unterdrückung, sowie mit Themen wie Klimawandel und Erdzerstörung.
In dem Bemühen, einzelne Kontexte zu verbinden und gemeinsame Handlungsmöglichkeiten zu suchen, nimmt sie ein Anliegen der Ecumenical Association of Third World Theologians (EATWOT) auf, die seit den 70er Jahren besteht und zu den Mitorganisatorinnen des Forums gehört.

Nach Nairobi / Kenya 2007 und Belém / Brasilien findet das Forum nun zum zweiten Mal in Afrika statt. Besonders ist darüber hinaus, dass es mit Senegal in einem überwiegend muslimischen Land stattfinden wird, was die Diskussionen sicher prägen wird. Vorträge und Arbeitsgruppen zu gemeinsamen Perspektiven und Kooperationen mit islamischen Gruppen und DenkerInnen sowie zu afrikanischen Traditionen, Beiträgen und Problemen nehmen eine prominente Stellung ein. Aber auch Migration, die bereits im Vorfeld des Weltsozialforums auch im Rahmen der World Assembly of Migrants im Zentrum stand, wird, vor allem auch durch unsere FreundInnen vom ITP angetrieben, ein wichtiges und brisantes Thema sein.

Das theologische Forum wird v.a. das Weltsozialforum rahmen: es beginnt einen Tag früher (am 5.2.) mit einem intensiven Arbeitstag und schließt mit einem gemeinsamen theologischen Seminar am 9. und 10.2., bevor am 11. das offizielle  Ende des WSF ist. Dadurch besteht die Möglichkeit, dazwischen an den Aktivitäten des WSF teilzunehmen und die dort aufkommenden Themen mit in das Seminar einzubringen. Gleichzeitig werden aber auch theologische Workshops auf dem Weltsozialforum angeboten, damit sich die Felder gegenseitig bereichern.
Das entspricht ziemlich gut dem Gedanken, dass (Befreiungs-)Theologie aus den Bewegungen und sozialen Entwicklungen heraus geschehen soll und nicht abgetrennt in entkontextualisierten Räumen stattfindet.

Zu den Tagesberichten von Bernhard

Zum Bericht von Ulrich Duchrow

Zu Links zu weiteren Berichten

Auf der Seite des WFTL finden sich inzwischen einige der Präsentationen der Panels und Workshops