Unter dem Titel “Öffentliche Theologie” bzw. “Public Theology” erscheinen seit einigen Jahren unterschiedliche theologische Publikationen, die sich um die gesellschaftliche und politische Relevanz theologischer Reflexion drehen.

Seit 2007 gibt es das Global Network of Public Theology, außerdem beschäftigen sich mehrere Institute mit diesem Thema, z.B. das Institut für Öffentliche Theologie in Bamberg oder das Beyers Naudé Centre for Public Theology in Stellenbosch / Südafrika.
(Siehe auch: www.public-theology.de)

Dabei taucht öfters eine Bezugnahme auf Befreiungstheologie auf, teils wird Öffentliche Theologie als “Befreiungstheologie für demokratische Gesellschaften” (z.B. Bedford-Strohm) bezeichnet.

Daher erscheint es sinnvoll, sich mit diesem Phänomen auseinanderzusetzen.

Um die Bezüge zur Befreiungstheologie zu erörtern, aber auch, um die Vielfalt, die sich hinter diesem Begriff versteckt, zu erfassen, nahmen Paul Schock und Bernhard Offenberger an einer Tagung in Bamberg teil, und kamen zu einer recht ambivalenten Einschätzung, so dass ihnen weitere Beobachtung und kritische Distanzierung angemessen erscheinen (s. Bericht).

Für einen eigenen Eindruck:

– ein Artikel von Heinrich Bedford-Strohm (PDF), dem Organisatoren der Bamberger Tagung und designierten Bayerischen Landesbischof, über Ernährungsgerechtigkeit, worin er selbst eine Abgrenzung gegenüber “utopischen” Ansätzen macht

– ein Paper von Florian Höhne, Mitarbeiter am Bamberger Institut für Öffentliche Theologie (wird noch publiziert – daher bitte nicht wild veröffentlichen!): Florian Höhne. Kinship in Time and Space

– stärker von befreiungstheologischen Anliegen herkommend argumentiert der Artikel von Heike Walz: Public Theology