Im Epheserbrief ist vom Kampf gegen Mächte und Gewalten die Rede, in die die Gemeinde / Kirche und die einzelnen Christ*innen involviert sind. Als Zurüstung für diese Auseinandersetzung ist die Rede von der „Waffenrüstung Gottes“ (Eph 6,11.13), die die Adressat*innen des Briefes anziehen sollen:

10Fortan werdet stark durch den, zu dem wir gehören, und in der Kraft seiner Stärke. 11Zieht die Waffenrüstung Gottes an, damit ihr bestehen könnt gegen die Methoden des Teufels. 12Denn wir kämpfen nicht gegen Blut und Fleisch, sondern gegen die Mächte, gegen die Gewalten, gegen die Weltherrscher dieser Finsternis, gegen die Geistkräfte der Bosheit in den Himmelsräumen. 13Deshalb ergreift die Rüstung Gottes, damit ihr widerstehen könnt am bösen Tag und, weil ihr alles überwunden habt, standhalten könnt. 14Steht also fest und habt eure Hüfte mit Wahrheit umgürtet und seid bekleidet mit dem Brustpanzer der Gerechtigkeit 15und an den Füßen tragt als Schuhe die Bereitschaft zur Freudenbotschaft des Friedens. 16Bei allem ergreift den Langschild des Glaubens, mit dem ihr alle brennenden Pfeile des Bösen werdet löschen können. 17Und empfangt den Helm der Rettung und das Schwert der Geistkraft, das ist die Rede Gottes.

Auf dem Frühjahrstreffen 2016 des Befreiungstheologischen Netzwerks haben wir uns mit diesen Texten im Rahmen unserer Auseinandersetzung mit Walter Wink beschäftigt, der sich in zentralen Punkten seines Programms, die Mächte zu transformieren, auf diese Stellen beruft. Dabei hat uns die Sprache des Epheserbriefs durch ihre Ambivalenz herausgefordert.

Dieses Körpergebet ist aus gemeinsamen Gesprächen erwachsen und versteht sich als Anregung für eine transformative, spirituelle Praxis, die der befreienden Geistkraft G*ttes von Einzelnen ausgehend Raum gibt, gemäß Eph 6,18:

„Mit jedem Gebet und jeder Fürbitte betet zu aller Zeit mit Geistkraft.“

 

Hier die Textversion mit Einführung und Anleitung, sowie zum Anhören:

Körpergebet zu Eph 6