Schlagwort: Aktion

Klimagerechtigkeit und Pfingsten

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Ein Beitrag der Klima-AG des Befreiungstheologischen Netzwerks

An Pfingsten feiern Christinnen und Christen traditionell das Fest der Kirche und das Wunder des Heiligen Geistes, der alle sprachlichen Grenzen überwindet (vgl. Apg 2,1-37). Von der Pfingstpredigt des Petrus bleibt häufig nur die Anekdote in Erinnerung, dass sich die Anhänger Jesu gegen den Vorwurf wehren mussten, sie seien früh am Morgen schon betrunken. (Apg 2,14f.). Pfingsten 2016 könnte das anders werden: Indem ein breites Bündnis an sozialen Bewegungen, NGOs und linken Gruppierungen die Pfingsttage als Protesttage für den sofortigen Kohleausstieg ausruft und zu Aktionen zivilen Ungehorsams einlädt, fordert sie die Kirchen, die diese Tage bisher mit ihrer Botschaft besetzt haben, heraus! Als befreiungstheologisches Netzwerk engagieren wir uns seit Längerem radikal für die Energiewende, waren in der Lausitz dabei und sagen: Die Klimabewegung aktiviert einen vernachlässigten Teil der Pfingstbotschaft und in Abwandlung eines berühmten Ausspruchs könnte es heißen: „Nicht jede Klimakämpferin muss Christin sein, aber jeder Christ muss Klimakämpfer sein!“

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Aktion gegen koloniale Straßennamen in Münster


Münster, den 18.9.11

PM: Aktion gegen koloniale Straßennamen in Münster

Münster gedenkt durch die Benennung des Lüderitz- und des Woermannweges zweien der skrupellosesten Männer der deutschen Kolonialgeschichte: Adolph Woermann und Adolf Lüderitz.

Die Stadt Münster tut dies unkritisch und ohne Blick auf die von ihnen verübten Greueltaten in den deutschen Kolonien. Genausowenig findet eine kritische Auseinandersetzung mit der deutschen Kolonialgeschichte statt. In der aktuellen Benennung der Straßen stellt sich Münster im Gegenteil in eine Linie mit den Akteuren rassistischer deutscher Kolonialpolitik, großdeutscher Phantasien und deren postkolonialen Folgen. Weiterlesen