Der Untertitel „Stationen und Themen eines befreiungstheologischen Diskurses“ bringt das Anliegen des Buches gut zur Geltung. Anhand ausgewählter Aufsätze des chilenischen Theologen Fernando Castillo soll exemplarisch das Bild der reichen Tradition der südamerikanischen Befreiungstheologie entfaltet werden. Castillo ist Theologe und Soziologe und gibt Auskunft über die Entwicklung der chilenischen Gesellschaft und Kirche nach dem zweiten Vatikanischen Konzil und dem Ende der Militärdiktaturen. Diese beiden Linien ziehen sich durch seine Porträts von Basisgemeinden, seine theologischen Überlegungen zu zentralen Themen der Theologie und seine Auseinandersetzung mit Kultur, Moderne und Identität.