Schlagwort: Subaltern

Castro Varela, M., Dhawan, N., Postkoloniale Theorie. Eine kritische Einführung

Das Buch konzentriert sich vor allem auf die ‘Heilige Dreifaltigkeit’ des Postkolonialismus: Es gibt 3 große Kapitel zu Edward Said, Gayatri Spivak und Homi Bhabha. Dazu eine Einleitung, die den Weg vom Kolonialimus zum Antikolonialismus und den Postkolonialen Studien nachzeichnet und etwas Klarheit in die Begrifflichkeiten bringt. Einfach geschrieben, gut verständlich, vor allem was die Einführung ins Werk der komplexen TheoretikerInnen angeht: Sehr zu empfehlen für den Einstieg in die Materie!

Literaturliste: Lateinamerikanische postkoloniale Theorie

Die Dependenztheorien, die in den 1970er Jahren die theoretische Grundlage für viele Gesellschaftsanalysen der Befreiungstheologie bildeten, werden häufig für ihre vermeintlich einseitige Gegenüberstellung von Peripherie und Zentrum kritisiert. Weniger bekannt ist, dass dependenztheoretische Ansätze unter dem Einfluss von Befreiungsphilosophie, Border Thinking, Chicana-Feminismus, Weltsystem-Theorie u.a. zu einer eigenständigen lateinamerikanischen postkolonialen Theorie weiterentwickelt wurden. Weiterlesen

Gramsci, Antonio (1996), Selections from the Prison Notebooks,

Antonio Gramsci war ein italienischer Marxist und lebte von 1891 bis 1937.
In seinen Gefängnistagebüchern entwickelt Gramsci unter anderem zwei Konzepte, die für postkoloniale Theorien von entscheidender Bedeutung sind. Dies ist das Konzept kultureller Hegemonie, das besagt, dass es keinen unmittelbaren Zwang einer unterdrückerischen Großmacht braucht, sondern der Arm eines „empire“ über die Kultur bis in die kleinsten Dörfer reicht. Die Analyse der italienischen Gesellschaft durch Gramsci anhand von vier verschiedenen Kategorien wurde von der Subaltern Study Group in Indien aufgegriffen und verfeinert. Die Theorie Gramscis bildet jedoch die theoretische Grundlage für alle Rede von Subalternen.